In den letzten Jahrhunderten zerfiel
der ganzheitliche Denkansatz des Ayurveda zunehmend, so dass nur
Teilaspekte,
unter Verlust ihres ursprünglichen Zusammenhangs, berücksichtigt
und praktiziert wurden. weitergereicht. Zu einer Wende kam es erst
Ende der siebziger Jahre: Zu diesem Zeitpunkt regte der indische Gelehrte
Maharishi Mahesh Yogi eine Reihe der berühmtesten und erfahrensten
Ayurveda Ärzte Indiens dazu an, das Wissen des Ayurveda, das in
Indien zunehmend in den Hintergrund gedrängt wurde, zu bewahren,
zu standardisieren und auch für den Westen verfügbar zu machen.
Unter seiner Führung entstand ein Zusammenschluss von Experten
verschiedener Fachdisziplinen (führende Ayurveda-Heilkundige,
Mediziner, Sprachgelehrte, Physiker etc.) mit dem Ziel, die wertvollen
Mosaiksteine des Ayurveda und der übrigen Veden wieder zu seiner
ursprünglichen Ganzheit zusammenzufügen.
Außerdem konnte
er die Hüter des Wissens einer Reihe vedischer Familientraditionen
dazu gewinnen, ihre bislang geheim gehaltenen Rezepturen und Verfahren
erstmals allgemein zugänglich zu machen. Auf seine Initiative
hin setzten sich erfahrene ayurvedische Ärzte und Kenner der alten
Schriften Indiens zusammen, um in jahrelanger Feinarbeit die Ayurveda-Originaltexte
in die heutige Sprache zu übertragen, da in den vergangenen Jahrhunderten
viel Wissen schon durch die Übersetzung verloren gegangen war.
Westliche Wissenschaftler setzten das so gewonnene, umfassende Wissen
in Beziehung zu unseren modernen, wissenschaftlichen Erkenntnissen. |